Google straft Gesundheitsseiten ab

Google hat seit Mai 2018 drei Updates seines Algorithmus durchgeführt. Diesmal trifft es massiv Gesundheitsseiten, die sich mit alternativer oder geschichtlicher Naturheilkunde beschäftigen. Damit zeigt Google, dass es nicht mehr darum geht, die besten Inhalte zu finden, sondern einzig die Marktposition ausgenutzt wird, um unliebsame Inhalte verschwinden zu lassen. Denn von dem Update profitieren inbesondere Pharmazie- und Ärzteseiten.

Google schreibt dazu:
High E-A-T medical advice should be written or produced by people or organizations with appropriate medical expertise or accreditation. High E-A-T medical advice or information should be written or produced in a professional style and should be edited, reviewed, and updated on a regular basis.

Medizinische Ratschläge sollten also nur noch von Pharmazeutischen Unternehmen und Ärzten kommen.

Wer jetzt meint, dass Google damit Seiten ins Auge gefasst hätte, die sich mit dem Vertrieb von Medikamenten ohne die nötige Expertise beschäftigen, man denke an die ganzen Seiten zur Stärkung der Manneskraft, der irrt. Unter Googles Zensur fallen alle Seiten, die sich mit alternativer Heilkunde beschäftigen!

Zwei Beispiele seien hier exemplarisch angeführt. Heilpflanzenkatalog.net und Pflanzenguru.com. Die erste Seite beschäftigt sich mit der Naturheilkunde unserer Ahnen. Der Verwendung von Pflanzen in der Frühzeit bis in die Renaissance hinein. Erhebt also keinefalls den Anspruch medizinische Ratschläge zu erteilen. Die zweite Seite, beschäftigt sich mit den Pflanzen der Ayurveda. Es sei an dieser Stelle hinzugefügt, dass der Urheber, ich, Biologie studiert hat und ein Jahr in Indien gearbeitet hat. Die vermeintlich geforderte Kompetenz also durchaus vorhanden ist. Doch darum geht es bei diesem Update nicht.

Google missbraucht Monopol

Worum es hier wirklich geht, ist eine fortschreitende Zensur. Schon vorher war abzusehen, dass die Suchmaschine Google längst nicht mehr die besten Inhalte sucht, sondern vielmehr die Inhalte nach den Vorgaben dieser Suchmaschine geschrieben werden. Jede Forderung wird umgesetzt, denn wer nicht mitspielt, darf sein Geschäft schliessen und findet sich im Deep Web wieder. Falls Sie sich nun fragen, was das Deep Web ist. Das Deep Web sind all die Seiten, die von Suchmaschinen nicht indexiert sind. Sie führen eine Existenz in der Unsichtbarkeit.

Leben in einer Zeit der Zensur

Nun kann man sich fragen, mit welchen Recht eine Suchmaschine die Ergebnisse der Suche zensiert. Schliesslich wäre es die Aufgabe die besten Inhalte für die entsprechende Anfrage zu finden und nicht den Bürger vor vermeintlichen Gefahren zu schützen. Zumal die Frage gestattet sei, was denn gefährlicher ist. Die Beschreibung des Löwenzahns aus der Sicht der alten Kräuterkundigen oder die isolierten Medikamente der Pharmazie, die damit als vollkommen unbedenklich hingestelt werden. Ich habe noch keinen Fall gehört, bei dem jemand an einem Löwenzahn gestorben ist. Es sterben jedoch jährlich tausende Menschen an den Nebenwirkungen von Medikamenten. Verwiesen sei hier auf einen Artikel auf 3SAT der feststellt, dass Medikamente die dritthäufigste Todesursache darstellen. Siehe Medikamente sind dritthäufigste Todesursache

Die Entscheidung darüber hat Ihnen jetzt Google abgenommen. Sie für unmündig erklärt und im Mäntelchen des Schutzes und der Sicherheit, Ihr Recht auf die freie Entscheidung beschnitten. Und Sie können davon ausgehen, dass dies erst der Anfang ist. Andere „sensible“ Seiten werden folgen. Denn sensibel sind für Google sicher auch politisch motivierte Seiten.

Ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen und nutze diese Suchmaschine nicht mehr. Doch leider wird es nur die wenigsten kratzen und so nutzen sie dieses Monopol weiter, bis sie in einer Welt aufwachen, wie sie George Orwell in 1984 aufzeigt.

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